Kolpingjugend gestaltet Gottesdienst zum Kolpinggedenktag

Jährlich wird am 2. Advent des seligen Adolph Kolping gedacht. Und so hat auch heuer wieder die Kolpingsfamilie Pfaffenberg – und hier besonders die Kolpingjugend – den Gottesdienst zu diesem Fest gestaltet.

Zu Beginn stellte Vorsitzender Robert Dollmann den Gottesdienstbesuchern in der gut besetzten Kirche den Leitspruch Kolpings vor, der dieses Mal aus der Fülle der Sprüche Kolping‘s – die die Probleme unserer Zeit präzise treffen, obwohl sie bald 200 Jahre alt sind – gewählt wurde: „Man kann die Augen schließen und die Sonne am Himmel leugnen, das heißt nicht sehen wollen. Ob sie deshalb nicht da ist?“. Im Gottesdienst wurde bei verschiedenen Spielszenen immer wieder auf diese Aussage Kolping‘s Bezug genommen. Einmal wurde das Thema Armut aufgegriffen, eine weitere Szene han

delte von einem Suchtproblem, dann wurde eine gewaltsame Pöbelei nachgestellt und schließlich noch ein Beispiel, wie sich ein Mensch zu viel zumutet und sich einer Unfallgefahr aussetzt. Bei all diesen Situatione

n wurde von den jungen Akteuren vor Augen geführt, wie einfach Wegsehen ist – und wie sehr bewusstes Hinsehen und Zivil-Courage hier gefragt sind. Als Mahnung an die Gottesdienstbesucher, sich für das Hinsehen zu entscheiden, erhielten alle eingangs eine „blinde“ Papp-Brille, die sie dann bei den Spielszenen aufsetzen mussten. In einer kurzen anschließenden Ansprache stellte der Vorsitzende die berechtigte Frage „hat unsere Gesellschaft verlernt, einander zu helfen?“. Dabei machte er deutlich, dass der Einzelne oftmals nur den Anstoß oder das Vorbild von Anderen braucht, um helfend tätig zu werden. Und genau an diesem Punkt, so der eindrucksvolle Appell Dollmann‘s, seien wir Christen – und im Speziellen die Kolping-Mitglieder – es, die Vorbild sein und diesen Anstoß für Andere geben müssten.

Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatte man sich auch in diesem Jahr wieder Gäste eingeladen: die Musikgruppe „Mittendrin“ aus Unterahrein wartete mit einem stark besetzten Chor und mit breit gefächerter instrumentaler Begleitung auf, wozu Klassiker wie Gitarren und Schlagzeug genauso zählten wie zwei Hackbretter und ein Akkordeon. Diese Formation, in der sich Jung und Alt zusammengeschlossen haben, wusste mit ausdrucksstarken Darbietungen mit eigenständigem Charakter zu überzeugen, wie auch Pfarrer Patrice Banza Kabwende in seinen abschließenden Dankesworten würdigte – und die Gottesdienstbesucher mit lang anhaltendem Applaus bekundeten.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde noch Einkehr im neu renovierten Kolping-Jugendheim gehalten, wo bei deftiger Brotzeit das gesellschaftliche Beisammensein gepflegt wurde.

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