Kolpinggedenktag am 10.12.2017

Alljährlich wird am 2. Advent des seligen Adolph Kolping gedacht. Aus diesem Anlass hat auch heuer wieder die Kolpingsfamilie Pfaffenberg, und hier besonders die Kolpingjugend, den Gottesdienst zu diesem Fest gestaltet.

Zu Beginn stellte Vorsitzender Robert Dollmann den Gottesdienstbesuchern in der voll besetzten Kirche den Leitspruch Kolpings vor, der dieses Mal als Motto gewählt wurde: „Viele denken an die Verbesserung der menschlichen Gesellschaft. Etliche haben dazu den Beruf, andere die Neigung. Wer irgendetwas ausrichten will, der gehe bei dem göttlichen Kinde in die Schule und betrete seinen Weg.“ Für den Gottesdienst, so Dollmann, habe man den Leitspruch auf die griffigere Formel „Wir wissen, wo es lang geht!“ reduziert. War die Neugierde bei den Gottesdienstbesuchern schon geweckt, weil sie beim Betreten der Kirche aufgestellte Fluchtweg- und Sammelpunktschilder bemerkt hatten, so wuchs die Spannung, als Pfarrer Patrice Banza Kabwende ankündigte, dass gleich Alarm einsetzen werde, der aber niemanden zu ängstigen brauche, sondern Teil eines Rollenspiels sei.

Darauf hin ging ein schriller Alarm los und Mitglieder der Kolpingjugend und einige Kinder, die sich in der Kirche verteilt hatten, inszenierten ein chaotisches und orientierungsloses Durcheinander. Erst als sich eine Person mit ordnender Hand erhob und mit fester Stimme erklärte, den Ausweg zu kennen, kehrte Ruhe und Ordnung ein. Mit der Frage „Woher hast du gewusst, wo es lang geht?“ endete die Spielszenerie und Vorsitzender Dollmann spann den Gedanken weiter und kam so letztlich auf Adolph Kolping zurück, der auch anderen den Weg gezeigt habe und vielen Menschen christliche Orientierung, neue Hoffnung und eine Heimat in der Fremde gegeben habe. Auch in unserer Zeit, die von Streben nach Besitz, Egoismus, Ausbeuterei, rücksichtslosem Emporstreben und Gleichgültigkeit geprägt sei, während echte Werte wie etwa familiäres Glück aufs Spiel gesetzt würden, brauche es den richtigen Wegweiser. Ein Gradmesser hierfür sei die selbstkritische Frage, ob das eigene Handeln – in Anlehnung an den Leitspruch Kolpings – im Sinne der „Schule des göttlichen Kindes“ sei.

Kolpinggedenktag 2017

Weitere Akzente im Gottesdienst setzte die Kolpingsfamilie mit dem geschlossenen Einzug in Vereinsfarben in das Gotteshaus, begleitet vom Vereinsbanner, und mit der Übernahme der Lektoraufgaben. Für die musikalische Gestaltung hatte man die Gruppe Saitenwind aus der Regensburger katholischen Seelsorgeinheit St. Cäcilia eingeladen, die in der Pfarrgemeinde bereits bekannt ist und die für ihr engagiertes Spielen und Singen wieder mit gebührendem Applaus bedacht wurde. Zum Abschluss bedankte sich Pfarrer Patrice Banza Kabwende bei der Kolpingsfamilie für die ideenreiche Gestaltung des Gottesdienstes und beim Chor, zu dem er eine freundschaftliche Verbindung hält, für die gelungene musikalische Umrahmung.

 

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