Erntedankgottesdienst

Im Zeichen des vom Frauenbund wunderschön angerichteten und üppig geschmückten Erntealtars fand der Gottesdienst zur Feier des Erntedankfestes am Sonntag in der Pfarrei Sankt Peter statt. Für die festliche musikalische Gestaltung zeichneten – neben Melanie Hetzenecker an der Orgel – Dr. Erwin Müller auf der Querflöte und Alexander Bauer als Kantor verantwortlich. Unter den aus dem Evangelium entlehnten Spruch Jesu „Ihr seid das Salz der Erde“ stellte die Kolpingjugend den von ihr liturgisch gestalteten Gottesdienst.

Zur Einstimmung wurde am Beispiel von Brot verdeutlicht, welch wichtige Rolle dem Salz zukommt: das Brotbacken gelingt auch ohne Salz, jedoch schmeckt es nach nichts. Und so wurden die Gottesdienstbesucher schließlich mit der Frage zum Nachdenken angeregt, wie ihr eigenes „Salz-Sein“ im Hinblick auf den Auftrag Jesu aussehe. Neben den Kyrierufen und den Fürbitten brachten sich die Kinder und Jugendlichen auch noch mit einer Gabenprozession in die Gottesdienstgestaltung ein, wo – zu den entsprechenden Begleittexten – Wasser, Brot, Salz und eine Kerze zum Altar gebracht wurden. In seiner Predigt betonte Pfarrer Patrice Banza-Kabwende, dass sich unser Danken auf weit mehr als die Ernteerträge erstrecken müsse. Auch oft als Selbstverständlichkeit empfundene Gegebenheiten wie eine Arbeit zu haben, zur Schule gehen zu können, beruflichen Erfolg zu haben oder gesund zu sein dürften nicht zur Selbstzufriedenheit verleiten, sondern müssten als Geschenk und Gnade Gottes verstanden werden. Unser Dank solle aber auch dadurch zum Ausdruck kommen, dass wir über die Bemühungen für das eigene Wohlergehen die Bedürftigen nicht vergessen und zum Teilen bereit sein müssten. Auch darin, so der Priester, sei der Auftrag Jesu „Ihr seid das Salz der Erde“ zu verstehen. Die Kolpingjugend beendete schließlich ihren Teil der Gottesdienstbeiträge, indem nach der Kommunion ein Andachtstext verlesen wurde, in dem den Gläubigen Anregungen mit auf den Weg gegeben wurden, wie sie durch einfache Aufmerksamkeiten und Entgegenbringen von Wertschätzung Würze in das Leben der Mitmenschen bringen können.

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